Um ein Land grafisch darzustellen, verfügen die Karikaturisten über ein reichhaltiges Arsenal: Einzelpersonen (Fürsten, Staatsmänner, Militärs, Politiker), stehende Typen (der Preuße, der Franzose), Wappenembleme (Löwe, Adler) oder Tiersymbole (der „gallische Hahn“, der russische Bär) und identitätsstiftende Attribute wie Fahnen und Kopfbedeckungen (Krone, Jakobinermütze, preußisch-deutsche Pickelhaube usw.). Oft greifen sie auch auf männliche (z.B. der England verkörpernde John Bull oder der „Deutsche Michel“) und vor allem weibliche Allegorien zurück. Für die in 7 Zeitabschnitte untergliederte Wanderausstellung mit ihren Schwerpunkten im 19. und 20. Jahrhundert wurden aus Tausenden von Vorlagen (Flugblätter, Satire-Journale, Tagespresse) 87 Karikaturen ausgewählt, gezeichnet von 60 bedeutenden deutschen und französischen Karikaturisten. Teils zeigen sie die beiden symbolhaften Nationalfiguren, teils als Kollektivdarstellungen des Nachbarlandes.





