
Das Buch setzt 1848 mit der Verhaftung und Ausweisung des inzwischen heimatlosen Marx aus Brüssel ein – Haftbefehle, Flucht und Exil prägten sein Leben und das seiner wachsenden Familie. Soeben war auch das „Kommunistische Manifest“ erschienen. Schwungvoll, zuweilen zu plakativ, aber auf der Grundlage vieler Zitate sehr anschaulich, beschreibt Neffe sodann den Marx’schen Lebensweg von Trier, Bonn, Berlin und Paris, wo er entscheidende Weichenstellungen erlebte, über Brüssel bis hin zum Londoner Exil mit all seinen, auch gesundheitlichen, Leiden. Geschildert werden die Beziehungen von Marx zu seinen Zeitgenossen, zu Engels, Lassalle, Bakunin oder Darwin.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Jürgen Neffe
Marx
Der Unvollendete
Bertelsmann Verlag, München 2017, 653 Seiten, € 28,–





