Am 12. Februar 1339 verbot der Große Rat der Seerepublik ganzjährig das Tragen von Masken. Man wolle, so die Begründung, den Verbrechen Einhalt gebieten, die im Schutz der Masken begangen würden. Das Verbot erwies sich freilich als fruchtlos; zu sehr schätzten die Venezianer die Freiheit unter der Maske. Zudem gehörte die Maskenherstellung zu den florierendsten Handwerkszweigen in der Stadt. So beklagte der Rat wenige Jahrzehnte später die „Unanständigkeiten“, die Männer unter dem Schutz der Maske in Nonnenklöstern begingen. Über Jahrhunderte bemühte man sich weiter vergeblich um ein Maskenverbot.





