John Law (1671–1729), gebürtiger Schotte, Nationalökonom und Glücksspieler, gilt gemeinhin als Erfinder des Papiergeldes. Die Überlieferung ist nicht ganz korrekt: Die ersten Ausgaben des neuen Zahlungsmittels erfolgten Anfang des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden.
Doch erst Law schuf das Grundvertrauen der Menschen in das bedruckte Papier, wozu ihm der drohende Bankrott Frankreichs eine historische Gelegenheit bot: Ludwig XIV., der „Sonnenkönig“, hatte nach seinem Tod 1715 einen heillos überschuldeten Staat hinterlassen, der Hof war daher für neue Ideen sehr empfänglich. Law gründete zunächst eine Privatbank, die Banque Générale, die 1720 erstmals eigene Geldscheine emittierte (Bild) und bald danach als Banque Royale verstaatlicht wurde.





