Das eine Werk ist eine Langzeitleihgabe der Willem van der Vorm Stiftung an das Museum Boijmans Van Beuningen, das andere im Besitz der Stockholmer Nationalmuseums. Beide Gemälde sind gleich groß, doch die Rotterdamer Fassung ist nicht so breit wie ihr Pendant aus Stockholm. Dafür ist das eigentlich in Schweden beheimatete Kunstwerk nicht ganz so spontan gezeichnet worden und sieht auf den ersten Blick nicht so gebieterisch aus. Zudem wurde hier der Fuß des „Hl. Hieronymus“ bedeutend besser ausgearbeitet als in der Version aus Rotterdam. Daneben finden sich auf einem der Bilder zahlreiche Korrekturen. Die benutzten Pigmente sind jedoch wiederum identisch.
Nun erhalten interessierte Besucher des Museums im Rahmen einer umfassenden Ausstellung die Möglichkeit, eigene Vergleiche anzustellen. Dazu wurden beide Werke zum ersten mal überhaupt direkt neben einander aufgehängt. Eine achtminütige Präsentation unterstützt sie dabei mit Erläuterungen zu den angewendeten Untersuchungsmethoden wie Infrarot-Aufnahmen oder chemischen Farbanalysen. Ganz am Ende wird dann das Geheimnis um die Beziehung der beiden Bilder zueinander gelüftet.
Gleichzeitig zur Präsentation in Rotterdam kommt der vierte Band der Studienreihe „Meisterwerk oder Kopie? Zwei Versionen von van Dycks Hl.Hieronymus“ auf den Markt, der detaillierte Informationen zur Untersuchung bietet. Ab dem 28. Februar 2010 wird die Ausstellung im Stockholmer Nationalmuseum und dann, ab dem 10. Juni 2010, im Museum M in Leuven zu sehen sein.





