Das Stadtgeschichtliche Museum erwarb insgesamt 17 Seiten autographe Aufzeichnungen des Komponisten von 1838/39, die sich auf seinen zentralen Leipziger Wirkungsbereich als Kapellmeister des Gewandhausorchesters beziehen. Es handelt sich um drei Entwürfe von Schreiben an die damaligen Stadtoberen, in denen er auf die Umstände der Leipziger Orchestermusiker eingeht und deren finanzielle Situation schildert. Die Entwürfe sind insofern von hoher Bedeutung, als die Endfassung des Schreibens zwar den Rat der Stadt erreicht hat, aber mittlerweile als verschollen gilt. Das Bild Mendelssohns von einem Orchesterleiter, der sich sozial engagiert und sich der finanziellen Nöte und Belange seiner Orchestermusiker annimmt, wird dadurch untermauert und bekräftigt.
Dank der Unterstützung durch die Kulturstiftung der Länder und der Hieronymus-Lotter-Gesellschaft e.V. konnte der Ankauf vollumfänglich finanziert werden.
Ende Juni werden die Kostbarkeiten im Museum eintreffen, danach erfolgt eine inhaltliche Erschließung/Transkription der Schriftstücke und in absehbarer Zeit eine entsprechend fachlich untermauerte Präsentation und Vorstellung der Dokumente.





