Rauchende Schlote, rotglühender Stahl, ratternde Webstühle: Großbritannien entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum Mutterland der Industrialisierung und stieg unter Königin Viktoria zu einer der führenden Industrienationen der Welt auf. Besondere Voraussetzungen wie Rohstoffvorkommen, technisches Know-how, Kapital und ein wachsendes Verkehrsnetz halfen dabei. Die Arbeit wurde neu getaktet: Maschinen ersetzten Muskelkraft, Serienproduktion verdrängte Handwerk. Eisenbahn und Dampfschiff ließen Transportzeiten schrumpfen und verbanden Märkte in rasantem Tempo. Doch Stahl und Dampf allein hätten nichts bewegt. Hinter der Technik standen Millionen von Menschen, die den Umbruch erst möglich machten. Sie schürften Kohle, bewegten Güter, überwachten Spindeln und Ventile – und hielten die Maschinen Tag und Nacht in Gang.





