Der Atlas ist eine Kooperation der Universitäten Freiburg und Mainz. Die Leitung haben der Freiburger Germanist Prof. Dr. Konrad Kunze und die Mainzer Germanistin Prof. Dr. Damaris Nübling inne. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt seit 2005. Der DFA bietet nicht nur der Namenforschung ein neues Fundament, indem er den Bestand und die Verbreitung der Familiennamen in der Bundesrepublik auf dem Stand von 2005 festhält. Auch anderen Disziplinen von der Sozialgeschichte über die Migrationsforschung bis zur Genetik steht nun ein wichtiges hilfswissenschaftliches Instrument bereit.
Der neue Band zur Morphologie beschließt den grammatischen Teil des Atlas. Die ersten beiden Bände des DFA dokumentieren die unterschiedliche Verteilung der Vokale und Konsonanten in den Namen, zum Beispiel die Verbreitung von Meier/Meyer/Maier/Mayer oder Schmid/Schmied/Schmitz. Die Kommentare zu den Karten informieren unter anderem über die Herkunft und Bedeutung der Namen, über die Verbreitung einzelner Varianten und über historische Schreibweisen. Die drei Bände haben gezeigt, dass trotz zahlreicher Flucht- und Wanderbewegungen in den vergangenen Jahrhunderten und trotz der modernen Mobilität die geschichtlich gewachsenen Namenlandschaften erstaunlich stabil geblieben sind.
In den kommenden drei Jahren folgen drei weitere Bände, die sich mit der Bedeutung der Familiennamen befassen: Band 4 gilt den Familiennamen nach der Herkunft und der Wohnstätte, Band 5 den Familiennamen aus Berufsbezeichnungen und aus so genannten Übernamen, Band 6 untersucht Familiennamen, die aus Rufnamen entstanden sind.





