Die lateinische Christenheit erwartete vom Treffen in der Bodenseestadt Auswege aus größter Not. Inzwischen hatte die Kirchenspaltung drei Päpste in Rom, Avignon und Pisa mit drei Leitungsstrukturen hervorgebracht. Wer war da noch der rechtmäßige Nachfolger des Apostelfürsten Petrus? Wahrheit gab es nur in Einheit, denn Gott, das war jedem Gläubigen klar, duldete keine faulen Kompromisse.
Freilich musste nicht allein das Schisma im päpstlichen Amt beendet werden. Der Zwang zur Lösung zentraler theologischer Streitfragen und die Reform der Kirche an Haupt und Gliedern kamen dringlich dazu. Urteile über das Konstanzer Konzil orientierten sich an Erfolgen oder Versäumnissen bei der Bewältigung dieser drei Problemfelder. Eindeutig gelang nur die Beseitigung der Spaltung im päpstlichen Amt. Weniger Erfolg war den theologischen Entscheidungen beschieden. Und die durchgreifende Reform der Amtskirche nach dem Vorbild der urkirchlichen Apostelgemeinschaft blieb aus. Hier soll es um eine zusammenfassende Abwägung der Leistungen des Konzils gehen. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 02/2014.
Prof. Dr. Bernd Schneidmüller





