Er geht auch darauf ein, wie Frauen von der Dominanz des Militärischen erfasst wurden, als sie im Zug der beiden Weltkriege immer mehr ins Kriegsgeschehen involviert wurden: erst an der Heimatfront oder im Lazarett und später als Wehrmachtshelferinnen. In der unmittelbaren Nachkriegszeit sieht Wette Reste militärischer Ideale in den Wehrmachtseliten der Bundeswehr, die seiner Meinung nach immer noch in alten Denkmustern verharrten. Auch in der Außenpolitik der letzten zehn Jahre, in denen Kriegseinsätze der Bundeswehr im Ausland eine immer größere Enttabuisierung erfuhren, sieht er neue Tendenzen des Militarismus.
Wolfram Wette liefert einen fundierten Einblick in die Geschichte des Militarismus in Deutschland. Wünschenswert wäre allerdings ein Fazit, das die Ergebnisse seiner Arbeit zusammenfasst.
Rezension: Lange, Timo





