1867 wurde Luxemburg erneut zum Spielball europäischer Mächte. Napoleon III. bot dem niederländischen König und Regenten Luxemburgs Wilhelm III. fünf Millionen Gulden für das Land. Das Kaufgesuch beschwor eine internationale Krise herauf. Es drohte gar ein preußisch-französischer Krieg, da Bismarck einen solchen Gebietszuwachs Frankreichs vehement ablehnte. Luxemburg war bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes, Luxemburg-Stadt eine deutsche Bundesfestung. Obwohl Bismarck nach der Gründung des Norddeutschen Bundes kein Stationierungsrecht mehr hatte, verblieb die preußische Garnison in der Stadt. Das Machtgerangel der beiden Großmächte verlief für Luxemburg günstig. Auf der Londoner Konferenz am 11. Mai 1867 garantierten Frankreich, Preußen, Großbritannien, Österreich und Russland die Souveränität und Neutralität Luxemburgs. Die preußischen Soldaten mußten aus Luxemburg abziehen, weite Teile der Festung – heute UNESCO-Weltkulturerbe – wurden geschleift.





