Der respektvolle Umgang der Jesuiten insbesondere mit den Bräuchen des Konfuzianismus wurde im 18. Jahrhundert heftig von anderen missionierenden Orden kritisiert. Die Jesuiten würden die Lehre des Katholizismus verwässern, warfen ihnen Franziskaner und Dominikaner vor. Die Gesellschaft Jesu musste sich schließlich vor dem Papst verantworten.
Am 11. Juli 1742 verkündete Papst Benedikt XIV. in der Bulle „Ex quo singulari“, dass in den Missionsgebieten in China und Indien den konvertierten Einwohnern die Ausübung heimischer Riten verboten sei und sich die Missionare streng an die Vorgaben aus Rom zu halten hätten. Die Konsequenzen folgten prompt: Auf Anordnung des chinesischen Kaiserhofes wurden alle Jesuiten des Landes verwiesen. Die bisherigen Missionserfolge waren schnell zunichte gemacht.





