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Mit der Front fällt die Republik
Frankreich war vor Kriegsbeginn innenpolitisch tief gespalten. Das schnelle Vorrücken der Deutschen im Mai und Juni 1940 führte zum Ende der Dritten Französischen Republik. Nach einem demütigenden Waffenstillstand, der am 22. Juni in Compiègne unterzeichnet wurde, teilten die Deutschen das Land auf.
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Die Niederlage, die Frankreich im Mai und Juni 1940 erlitt, war mehr als ein militärisches Desaster. Obwohl Frankreich als eine der wichtigsten Militärmächte der Welt galt, brach es innerhalb weniger Wochen unter dem Druck von Hitlers Armeen zusammen. Durch die militärische Niederlage geriet auch die politische Ordnung ins Rutschen: Die Krise mündete in einen Regimewechsel, die Republik wich einer neuen Staatsform, und das in atemberaubendem Tempo. Ein so schneller militärischer und politischer Zusammenbruch verlangt Erklärung und Einordnung.
Frankreich trat in den Zweiten Weltkrieg unter völlig anderen Vorzeichen ein als in den Ersten. Innenpolitisch war das Land seit Jahren polarisiert. Die Volksfront von 1936, eine Koalition aus Léon Blums Sozialisten, Radikaldemokraten und Kommunisten, hatte im linken Lager Hoffnung geweckt, im rechten Lager jedoch Feindschaft geschürt. Blum, als erster jüdischer Regierungschef Frankreichs, wurde zur Projektionsfläche, auf der sich Antisemitismus mit der Furcht vor sozialer Unruhe und „Bolschewisierung“ verband. Der Philosoph Emmanuel Mounier brachte diese Stimmung 1938 in einem Satz auf den Punkt: „Man wird das Verhalten dieses Teils des Bürgertums nicht verstehen, wenn man ihn nicht halblaut murmeln hört: lieber Hitler als Blum.“ Für Mounier war das eine Anklage gegen Milieus, die von den Streiks und Sozialreformen der Volksfront so verunsichert waren, dass sie autoritäre Lösungen zunehmend attraktiv fanden und offen das Ende dessen verlangten, was sie als republikanische „Dekadenz“ brandmarkten.
Auch ohne Neuwahlen verschoben sich die Machtverhältnisse. Unter Édouard Daladier, der im April 1938 zum Président du Conseil (Ministerpräsidenten) ernannt worden war, veränderte sich der Regierungsstil sichtbar, weg von der Logik der Volksfront, hin zur Mitte und zu einer Mitte-Rechts-Mehrheit. Am 5. Oktober übertrug das Parlament der Regierung Vollmachten, „um die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Landes unverzüglich zu sanieren“. Daladier regierte zeitweise mit Notverordnungen (décrets-lois), revidierte soziale Errungenschaften von 1936 und verschärfte damit die innenpolitischen Reibungen.
Außenpolitisch wuchs zugleich die Angst. Nach der Münchner Konferenz im Herbst 1938 war die Öffentlichkeit spürbar erleichtert, ein „Ausgleich“ mit Deutschland wirkte nicht völlig unrealistisch. Doch Hitlers Handstreich vom März 1939 gegen die Tschecho-Slowakische Republik ließ viele erkennen, dass neue Forderungen folgen würden, nun gegen Polen. Dennoch blieb die französische Elite gespalten, Außenminister Georges Bonnet hielt am Ziel des Friedens fest, andere bewunderten Hitlers Politik zumindest teilweise. Die Eskalation war nicht zwingend, aber der Druck stieg. Eine Umfrage im Juni/Juli 1939 zeigte, dass 45 Prozent der Franzosen den Krieg noch im selben Jahr erwarteten. Zugleich stand die Frage im Raum, wie weit man für die Verteidigung Polens gehen würde.
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Hitler-Stalin-Pakt wirkt sich direkt auf die französische Innenpolitik aus
Der deutsch-sowjetische Pakt vom 23. August 1939 traf Frankreich wie ein Schock. Die „widernatürliche“ Annäherung zwischen Hitler und Stalin wurde sofort als Warnsignal verstanden. Innenpolitisch brachte sie die französischen Kommunisten in eine dramatische Lage und verschärfte die Spannungen zwischen KPF und den übrigen Parteien, ebenso wie innerhalb der KPF zwischen Moskau-Treuen und jenen, die von Stalins Kurswechsel abgestoßen waren. Frankreich wollte keinen Krieg, doch der deutsche Angriff auf Polen am 1. September 1939 ließ kaum Spielraum. Nach Ablauf eines Ultimatums erklärte Frankreich Deutschland am 3. September 1939 den Krieg.
Trotz des Traumas, das der vorherige Krieg zwischen beiden Ländern hinterlassen hatte, nahmen viele Franzosen den Kriegseintritt mit patriotischem Fatalismus hin. Die Mobilmachung verlief ruhig. Die Parteien, auch die KPF, bekannten sich zunächst zur nationalen Verteidigung und bewilligten am 2. September zusätzliche Mittel. Aber die nationale Geschlossenheit von 1914 stellte sich nicht wirklich ein. Eine angekündigte große Regierungsumbildung, die der Regierung eine breitere Rückendeckung geben sollte, fiel am Ende nur bescheiden aus. Die Sozialisten unterstützten das Kabinett, traten ihm aber nicht bei. Mehrere Persönlichkeiten, unter ihnen Marschall Philippe Pétain und Édouard Herriot, lehnten eine Regierungsbeteiligung ab. Nach dem sowjetischen Vorgehen gegen Polen wurde die Kommunistische Partei per Regierungsentscheidung aufgelöst; die Abgeordneten, die nicht mit der Dritten Internationale brachen, kamen in den folgenden Monaten vor Gericht.
Drôle de guerre bis Mai 1940: die Ruhe vor dem Sturm
Militärisch blieb es zunächst erstaunlich ruhig. Zwischen Frankreich und Deutschland kam es trotz Kriegserklärung nicht sofort zu großen Gefechten. Der Ausdruck drôle de guerre bezeichnete im Französischen jene Phase, in der es an der Westfront kaum Kampfhandlungen gab: ein „merkwürdiger Krieg“, der sich zunächst auf Mobilmachung und Propaganda beschränkte. Im Deutschen entspricht dies dem Begriff „Sitzkrieg“, also dem Gegenteil von „Blitzkrieg“. Der Schriftsteller Roland Dorgelès reklamierte die Formulierung drôle de guerre später zu Unrecht als seine Erfindung. Der Begriff hatte sich schon in den ersten Kriegstagen verbreitet und war rasch geläufig geworden.
Am 9. September überschritten französische Truppen zwar im Saarland die Grenze, doch der Vorstoß blieb auf etwa zehn Kilometer beschränkt. Nahe der Siegfried-Linie stoppte die militärische Führung – ohne nennenswerten Widerstand der Offiziere – eine Operation, der es vor allem an Entschlossenheit fehlte. Am 21. September befahl General Maurice Gamelin den Rückzug auf die Maginot-Linie, ein seit 1928 entlang der Ostgrenze errichtetes Festungssystem. Bis zur deutschen Offensive im Mai 1940 blieb die Front weitgehend stabil.
In einer Rundfunkansprache am 2. Dezember sprach der Regierungschef Daladier vom Charakter eines „Festungskrieges“ (guerre de forteresse) und stimmte die Öffentlichkeit auf einen langen Konflikt ein. Der Winterkrieg zwischen der Sowjetunion und Finnland wurde in Frankreich aus der Ferne emotional intensiv verfolgt, doch die Regierung fand lange nicht zu einer entschlossenen und greifbaren Unterstützung des „heldenhaften kleinen Finnlands“.
Der Zusammenbruch Polens im Oktober hatte jedoch die Lage offensichtlich verändert: Die Idee einer friedlichen Beilegung des Konflikts gewann an Legitimität, wie ein Schreiben zeigt, das Anfang Oktober von Abgeordneten kommunistischer Prägung an den Präsidenten der Abgeordnetenkammer gerichtet wurde. Später meldeten sich auch andere Stimmen, etwa der ehemalige Minister Pierre-Étienne Flandin. Charles de Gaulle notierte rückblickend in seinen Memoiren: „in allen Parteien, in der Presse, in der Verwaltung, in der Wirtschaft und in den Gewerkschaften gab es sehr einflussreiche Kerne, die offen der Idee anhingen, den Krieg zu beenden“. Und doch: Präfektenberichte zeigen, dass die Stimmung im Winter 1939/40 insgesamt relativ gut blieb, viele Franzosen glaubten, hinter der Maginot-Linie sicher zu sein.
Im März machte eine Regierungskrise jedoch deutlich, wie schwer es war, den Krieg nicht entschlossen zu führen und zugleich die Möglichkeit eines Arrangements zur Wiederherstellung des Friedens von vorneherein auszuschließen. Daladier verlor die Unterstützung der Kammer und trat am 21. März zurück. Der Staatspräsident Albert Lebrun berief Paul Reynaud zu Daladiers Nachfolger. Daladier behielt das Kriegsministerium, und auch Gamelin, der Befehlshaber der französischen Streitkräfte, blieb trotz Konflikten mit Reynaud im Amt.
Der neue Ministerpräsident verkörperte den antimünchnerischen Kurs, also die Ablehnung der Beschwichtigungspolitik von 1938, und wirkte energischer als sein Vorgänger; doch seine parlamentarische Basis war schmal: Er erhielt nur 268 Stimmen bei 535 votierenden Abgeordneten.
In der ersten Woche seiner Amtszeit band er Frankreich enger an Großbritannien, beide Länder verpflichteten sich, keinen Waffenstillstand ohne gegenseitiges Einverständnis zu schließen. Parallel dachte man über eine Intervention in Norwegen nach, um Deutschlands Eisenerzversorgung zu treffen. Nach Beginn des deutschen Unternehmens „Weserübung“ gegen Dänemark und Norwegen am 9. April entsandte man ein französisch-britisches Expeditionskorps nach Narvik. Tatsächlich blieb der Krieg damit weitgehend „fern“, der Sitzkrieg wurde eher bestätigt als beendet. Da es ihm nicht gelang, seine Autorität zu behaupten, reichte Reynaud am 9. Mai beim Präsidenten seinen Rücktritt ein – doch es kam anders.
Die Deutschen wählen den Angriff über die Ardennen
Am Morgen des 10. Mai 1940 begann die Offensive im Westen. Nicht nur Frankreich stand im Fokus, sondern auch die Niederlande und Belgien. Gamelin hatte einen deutschen Durchbruch durch die Ardennen für unwahrscheinlich gehalten. Genau dort aber, über vier Straßen, in einem schwach befestigten Sektor, stieß das XIX. Armeekorps unter General Heinz Guderian vor. Nach dem Durchbruch bei Sedan rückten die deutschen Truppen nach Nordwesten vor, während die alliierten Kräfte, die nach Belgien und in die Niederlande gezogen waren, in die Zange gerieten. Am 20. Mai erreichten Guderians Truppen den Ärmelkanal; die alliierten Armeen waren nun in zwei Teile getrennt. Der zähe Widerstand französischer Einheiten in der Schlacht um Dünkirchen ermöglichte es jedoch, rund 85 Prozent des eingeschlossenen britischen Expeditionskorps seit dem 26. Mai auf dem Seeweg nach England zu evakuieren.
Der französische Zusammenbruch erklärt sich nicht einfach aus einer deutschen „Übermacht“. Zählt man die alliierten Truppen zusammen, lagen die Truppenstärken zu Beginn der Offensive ungefähr gleichauf. Die Alliierten verfügten sogar über mehr Panzer – 3254 gegenüber 2439 – und, was Bewaffnung und Panzerung betrifft, teils über sehr leistungsfähige Modelle. Entscheidend waren die Unterschiede in der Einsatzdoktrin. Frankreich setzte Panzer überwiegend als Infanteriebegleitung ein und bildete nur begrenzt autonome mechanisierte Verbände. Die deutsche Seite koordinierte ihre Kräfte im Gefecht wesentlich effizienter.
Ein praktischer Nachteil wog schwer: Französische Panzer waren, anders als deutsche Panzer, nicht mit Funkgeräten ausgerüstet. Hinzu kam die konzentrierte Kombination von Panzer und Luftwaffe auf der deutschen Seite. Beim Durchbruch bei Sedan unterstützten 1500 Flugzeuge die Bodentruppen. In der Luft lag ein klarer Vorteil bei Deutschland: Die Alliierten verfügten über weniger als die Hälfte der Flugzeuge und hatten keine Sturzkampfbomber, deren Effektivität, auch psychologisch, durch Sirenengeheul und Sturzangriffe enorm war.
Der fulminante deutsche Vormarsch nach langen Monaten der Frontstagnation wirkte sich äußerst negativ auf die Moral der französischen Truppen und der Führung aus, die an defensiven Vorstellungen festhielt und zugleich Mühe hatte, ihre Linien neu zu ordnen. Acht bis zehn Millionen Zivilisten aus den Niederlanden, Belgien und Nordfrankreich machten sich auf den Weg nach Süden, oft ohne klares Ziel, getrieben von Angst, nicht selten unter Bombardierungen und Tieffliegerangriffen. Rund 100 000 Menschen starben während dieses Exodus.
Die Kriegsgegner werden in der Regierung dominanter
Reynaud blieb nach dem deutschen Angriff an der Spitze der Regierung und versuchte, ein politisches Gleichgewicht zu halten. Doch gerade diese Balancepolitik schwächte seinen Einfluss – im Kabinett wie auch gegenüber der militärischen Führung. Er nahm eine Umbildung vor und ernannte Marschall Philippe Pétain am 18. Mai zum Vizepräsidenten des Ministerrats. Pétain, Held des Ersten Weltkriegs, bis 1931 Vizepräsident des Obersten Kriegsrats und 1934 kurzzeitig Kriegsminister, galt als skeptisch gegenüber einem „Krieg gegen Hitler“.
Gleichzeitig berief Reynaud Georges Mandel, einen Verfechter energischen Widerstands, zum Innenminister und ernannte wenige Tage später General de Gaulle zum Unterstaatssekretär für Krieg und Landesverteidigung. Gamelin wurde am 20. Mai durch General Maxime Weygand ersetzt, doch dieser gehörte bald zu denjenigen, die am 12. Juni einen Waffenstillstand verlangten. Die Regierung war am 10. Juni nach Tours ausgewichen und erreichte vier Tage später Bordeaux. Am selben Tag marschierten deutsche Truppen in Paris ein. Der Rückzug stürzte den Staatsapparat ins Chaos. Die Kommunikation brach an vielen Stellen ab, und Entscheidungen mussten auf Grundlage unvollständiger Informationen und unter Zeitdruck getroffen werden.
In der Regierung und im Oberkommando verschärften sich die Konflikte angesichts des militärischen Debakels. Die Beziehungen zwischen Frankreich und Großbritannien verschlechterten sich, da die Briten häufig im Alleingang handelten oder sich zurückhielten. Ein Beispiel hierfür ist, dass London seine Luftwaffe nicht in dem Umfang einsetzte, wie es in Paris erwartet wurde. Vor allem aber spaltete die Frage, ob man weiterkämpfen – notfalls von Nordafrika aus – oder um einen Waffenstillstand bitten sollte.
Am 16. Juni unterbreitete London überraschend den Vorschlag, Frankreich und Großbritannien in einer gemeinsamen Regierung zu vereinen, um Frankreich im Krieg zu halten. In Bordeaux spaltete diese Initiative den Ministerrat noch am selben Abend. Der rechtsradikale Minister Jean Ybarnégaray, den Reynaud nach dem deutschen Angriff in die Regierung geholt hatte, soll ausgerufen haben: „Lieber eine Nazi-Provinz werden, dann wüssten wir wenigstens, was uns erwartet.“ Reynaud soll darauf geantwortet haben: „Ich arbeite lieber mit meinen Freunden zusammen als mit meinen Feinden.“ Auch Pétain lehnte die Idee ab. Reynaud fand keine Mehrheit und trat zurück.
Pétain bittet die Deutschen um einen Waffenstillstand
Pétain wurde zum neuen Regierungschef ernannt. Seine Linie war eindeutig: Einstellung der Kampfhandlungen. Bereits im Mai hatte er der Niederlage offen eine moralische Dimension zugeschrieben. Am 17. Juni ließ er bei den Deutschen die Bedingungen eines Waffenstillstands erfragen und wandte sich im Rundfunk an die Franzosen: „Mit schwerem Herzen sage ich Ihnen heute, dass der Kampf eingestellt werden muss“. Diese Worte wirkten verheerend auf Moral und Bevölkerung.
Aus einer Position der Stärke diktierte Deutschland einen Waffenstillstand, der am 22. Juni in Compiègne unterzeichnet wurde, mit harten Bedingungen: Frankreich wurde territorial zerschnitten, mit annektierten Gebieten, mit Verwaltungszuordnungen zur Militärverwaltung in Brüssel, mit Sperr- und Besatzungszonen. Selbst die sogenannte „unbesetzte Zone“, grob die südöstliche Hälfte des Landes, blieb stark unter deutschem Einfluss. Französische Kriegsgefangene wurden nicht entlassen, und eine enorme Entschädigung, 400 Millionen Francs pro Tag, war zu zahlen.
Pétain nutzte die Niederlage, um ein politisches System zu beenden, das er seit Langem ablehnte. Außergewöhnliche Umstände, die niedergeschlagene Stimmung und sein persönliches Prestige ebneten den Weg: Am 10. Juli 1940 erteilte die in Vichy versammelte Nationalversammlung, Abgeordnete und Senatoren gemeinsam, „alle Vollmachten der Regierung der Republik, unter der Autorität und Unterschrift des Marschalls Pétain, um … eine neue Verfassung des französischen Staates zu verkünden“. Die Macht wurde von Pétain nicht „ergriffen“, sondern ihm übertragen. 569 Parlamentarier stimmten zu, 80 dagegen, 20 enthielten sich, und 27 nahmen nicht teil, da sie zuvor mit dem Passagierschiff „Massilia“ nach Nordafrika aufgebrochen waren, um den Kampf fortzusetzen.
Schon am 11. Juli nutzte Pétain diese Machtfülle für drei Verfassungsgesetze. Das erste erklärte, er übernehme die Funktionen des „Chef des französischen Staates“. Das zweite verlieh ihm eine Fülle exekutiver und legislativer Gewalt, fortan machte Pétain Gesetze „im Ministerrat“. Das dritte bestätigte zwar das provisorische Fortbestehen der Kammern, vertagte sie aber zugleich.
In der kleinen Kurstadt Vichy, die dank ihrer guten Infrastruktur zum pragmatischen Sitz der Exekutive wurde, fand der Machtapparat des Marschalls zunächst eine provisorische Zuflucht; doch der Ortsname wurde rasch zur Chiffre eines Regimes, das die Republik durch einen autoritären Staat ersetzte.
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