Mit rund 70 000 Toten war der Bauernkrieg von 1524 bis 1526 die schwerste militärische Auseinandersetzung, die vor dem Dreißigjährigen Krieg im Heiligen Römischen Reich stattgefunden hat. Trotzdem wird er fast nur als soziales, politisches und religiöses Ereignis, aber kaum als Krieg wahrgenommen. So hat auch die Forschung den militärischen Verlauf des Bauernkriegs sträflich vernachlässigt. Wenn er überhaupt zur Sprache kommt, folgt man gängigen Klischees, denen zufolge spontane Zusammenrottungen rudimentär bewaffneter Bauern von der stramm organisierten Kriegsmaschine der Fürsten und des Schwäbischen Bundes mühelos in den Boden gestampft wurden.





