Eine gewaltige Explosion riss am Freitag, den 13. Dezember 1867, eine 20 Meter breite Lücke in die Mauer des Gefängnishofes der Haftanstalt von Clerkenwell im Osten Londons. Die wuchtige Detonation war kilometerweit zu hören. Sie beschädigte sogar die Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite schwer, mindestens 120 Personen erlitten Verletzungen. Zwölf Menschen starben, darunter mehrere Kinder.
Auslöser der Explosion: ein Fass voller Sprengstoff, das in einem Karren vor der Gefängnismauer plaziert worden war. Mit dem Anschlag wollte die irische Geheimorganisation der Fenier zwei ihrer Mitglieder aus den Händen der britischen Justiz befreien. Die Unternehmung misslang, weil sich die Gefangenen nicht im Innenhof, sondern in den Zellen befanden – wohl zu ihrem Glück: Die überdimensionierte Sprengstoffladung hätte sie vermutlich zerfetzt.





