Als Wanderer zwischen den Welten beschreibt sich der Autor auch im Fortgang seiner beruflichen Karriere, der von 1989 an eine politische folgte: Gysi wurde Vorsitzender der SED bzw. PDS, später Fraktionsvorsitzender der Partei „Die Linke“. Man verfolgt, wie der Politiker sich mit Kampfgeist, Selbstbewusstsein und Gewitztheit einen Schlagabtausch mit seinen zahlreichen Gegnern liefert. Gysi erzählt mit leichter Hand (und damit deutlich weniger selbstreflexiv, als zum Beispiel Joachim Gauck sich mit seinem Leben auseinandergesetzt hat). Unterhaltsam und informativ aber ist sein Lebensbericht allemal.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger
Gregor Gysi
Ein Leben ist zu wenig
Die Autobiographie
Aufbau Verlag, Berlin 2017, 583 Seiten, € 24,–





