Wenige Monate nach Mohammeds Tod machten sich seine Glaubensgefährten und Gefolgsleute auf, die neugeschaffene Gemeinschaft vor dem Zerfall zu bewahren. Militärische Maßnahmen wurden nötig, weil sich einige Stämme im Osten und Süden der arabischen Halbinsel nicht mehr an den Gefolgschaftseid gebunden sahen, den sie vorher zugunsten von Mohammed abgelegt hatten. Folglich suchten sich diese Stämme neue Führer, stellten die Pflichtabgaben, die sie an den Propheten und dessen Gemeinschaft leisten mussten, ein und wandten sich von dem neuen monotheistischen Glauben ab, für den Mohammed gepredigt, gelehrt und gefochten hatte.
Einige Gruppen wandten sich sogar wieder den altarabischen Göttern zu, andere folgten neuen religiösen Autoritäten („Sehern“, „Propheten“). Die mit Vehemenz geführten Kämpfe gegen diese abtrünnigen Gruppen dauerten etwa ein Jahr und wurden von Mohammeds erstem Nachfolger Abu Bakr (632–634) geführt, der die politische und religiöse Leitung der Gemeinschaft übernommen hatte. …
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