Noch unter König Dareios rüsteten sich die Perser zu einem erneuten Versuch, Griechenland zu erobern. Angesichts der massiven Bedrohung bildeten die Stadtstaaten einen Bund, und Themistokles bereitete die Bürger Athens auf den nächsten Angriff vor.
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Die verlorene Schlacht von Marathon hinterließ ihre Spuren im Perserreich. Es zeigte sich, dass die Achämeniden nicht so fest im Sattel saßen, wie sie geglaubt hatten. 486 v. Chr. brach in Ägypten eine Rebellion aus: Das Land am Nil, das Kambyses II. 525 v. Chr. dem Reich einverleibt hatte, strebte nach Unabhängigkeit. Dareios bereitete eine Strafexpedition vor. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich allerdings zu dieser Zeit dramatisch. Deshalb ließ er in der Nekropole der Perserkönige in Naksch-i-Rostam sein Grab errichten und bestellte sein Haus. Dabei stand die Regelung der Nachfolge im Mittelpunkt.
Dareios hatte sieben Söhne: vier von seiner ersten Frau, drei von Atossa, seiner zweiten Gemahlin und Tochter des Reichsgründers Kyros. Entgegen der Tradition überging er Artobazanes, seinen Ältesten, und designierte Xerxes zum Nachfolger. Der älteste Sohn von Atossa war nicht nur ein Enkel des großen Kyros, sondern auch im Purpur geboren: Er kam 518 v. Chr. bereits als Sohn eines Königs zur Welt, und nicht, wie Artobazanes, als Sohn eines Untertanen. Herodot berichtet, der im Exil weilende Spartanerkönig Demarat habe Dareios in der Entscheidung bestärkt: Bei den Spartanern würde seit alters stets einer der jüngeren Söhne die Nachfolge antreten.
Xerxes geht aus dem Ringen um die Thronfolge als Sieger hervor
Solche Gründe mochten Dareios einleuchten, Artobazanes jedoch sah sich um sein Erstgeborenenrecht betrogen und legte Widerspruch ein. Es half nichts. „Atossa hatte nämlich ganz allein das Sagen“ im Haus des Dareios, berichtet wiederum Herodot. Es mag sich so zugetragen haben, wie der griechische Geschichtsschreiber berichtet – oder auch nicht: Xerxes jedenfalls trat, als Dareios im Oktober 486 v. Chr. das Zeitliche segnete, unangefochten die Nachfolge an.
Was war jetzt zu tun? Höchste Priorität hatte der Aufstand in Ägypten, so viel war klar. Ihn schlug Xerxes nach gründlicher Vorbereitung 484 v. Chr. nieder und setzte seinen Bruder Achaimenes als Statthalter über die Nilprovinz ein. Das große Heer, das schon Dareios für die Strafexpedition nach Ägypten gesammelt hatte, war damit sozusagen arbeitslos geworden.
Herodot informiert uns, Xerxes sei nicht besonders erpicht darauf gewesen, abermals in den Krieg gegen Griechenland zu ziehen. Doch gab es am Hof mächtige Stimmen, die ihn seine Meinung ändern ließen. Mardonios, ein Neffe des Dareios und Schwager des Xerxes, erinnerte ihn an die demütigende Niederlage der Perser bei Marathon. Es sei ein Gebot der Staatsräson, Krieg gegen Athen zu führen. Nur so ließen sich Gegner künftig davon abschrecken, das Perserreich herauszufordern. Außerdem sei Europa ein fruchtbarer Kontinent. Herrliche Obstbäume würden dort wachsen, und nur dem persischen Großkönig gebühre die Herrschaft über dieses reiche Land.
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Ins gleiche Horn bliesen die aus Athen vertriebenen Familienangehörigen des einstigen Tyrannen Peisistratos. In ihrer Begleitung befand sich ein Orakelverkünder aus Athen namens Onomakritos. Die Peisistratiden sannen auf Rache, und deshalb legte Onomakritos dem Perserkönig immer neue glückverheißende Orakel vor, die ihn ermuntern sollten, sich auf das riskante Unternehmen einzulassen.
Schließlich hatten sie Erfolg: Xerxes fasste den Entschluss, Griechenland zu überfallen, und tat ihn in einer pompösen Rede dem persischen Thronrat kund. Mardonios sekundierte dem König auf das energischste. Alle Anwesenden schwiegen, nur ein älterer Verwandter namens Artabanos brachte Einwände vor: Schon einmal sei schließlich ein Krieg gegen Griechenland gründlich schiefgegangen. Es sei fahrlässig, die Dinge zu überstürzen. Hochmut komme vor dem Fall.
Dem König schoss darauf die Zornesröte ins Gesicht. Er warf Artabanos rundheraus vor, ein Feigling zu sein. Deshalb werde er ihn nicht mit auf den Feldzug nehmen. Artabanos solle daheim bei den Frauen bleiben. Basta! Im Stillen nagte aber der Zweifel an Xerxes. Schlaflos wälzte er sich von der einen Seite auf die andere. War es wirklich eine gute Idee, sich auf eine großangelegte Invasion Griechenlands einzulassen? Riskierte er womöglich zu viel? Schließlich schlief er doch ein. Prompt erschien ihm ein Traumgesicht, das ihn aufforderte, nicht von dem Kriegsplan abzulassen.
Trotzdem trat er am folgenden Tag erneut vor den Thronrat, entschuldigte sich bei Artabanos für seine hitzige Rede vom Vortag und verkündete, der Feldzug sei abgeblasen. Dankbar fielen ihm daraufhin die Perser zu Füßen.
In der folgenden Nacht aber wiederholte sich die Traumerscheinung. Der verunsicherte König konsultierte Artabanos, was zu tun sei. Sie kamen überein, der Ältere solle die Gewänder des Königs anlegen und sich in Xerxes’ Bett legen. Prompt suchte das Traumbild auch ihn heim und drohte ihm schlimme Strafen an, sollte er dem König weiterhin von dem Feldzug abraten.
Ein weiterer Traum überzeugt den König
Jetzt waren beide, Xerxes und Artabanos, überzeugt, dass der Angriff unvermeidlich war. Der König hatte darauf wieder einen Traum, den die Priester als Ankündigung eines Sieges deuteten. Der Krieg war beschlossene Sache.
So schildert Herodot, wie Xerxes auf die Idee kam, den Eroberungsplan seines Vaters doch noch in die Tat umzusetzen. Der König erscheint in dieser Erzählung schwach und wankelmütig. Er lässt sich von seiner Umgebung manipulieren und fällt auf Traumbilder herein, die ihm drohen und Versprechungen machen.
Nur wenig davon dürfte den historischen Tatsachen entsprechen. Für die Perser war Griechenland ein kleines, armes und vor allem fernes Land an der westlichen Peripherie, das dem König des Riesenreiches kaum schlaflose Nächte bereitet haben dürfte. Sich die Ägäis einzuverleiben lag für die Weltmacht Persien schlicht in der Logik ihrer imperialen Expansion. Auf das Mittelmeer richteten sich ihre Blicke, und die Griechen, so viel stand fest, würden ihren Ambitionen nicht länger im Weg stehen.
Vermutlich wurde die Verwirklichung der Expansionspläne zunächst durch den Aufstand in Ägypten und einen weiteren in Babylonien verhindert. Angeheizt haben dürfte sie hingegen die sich drehende Rüstungsspirale in der Ägäis. Die Athener hatten, als der „Ionische Aufstand“ Kleinasien erschütterte, nur 20 Kriegsschiffe in See stechen lassen. Als Miltiades 489 v. Chr. – also lediglich ein Jahr nach der Schlacht bei Marathon – eine Flottenexpedition gegen die Insel-Polis Paros anführte, standen bereits 70 Schiffe unter seinem Kommando. Die attische Marine hatte sich in zehn Jahren mehr als verdreifacht.
Athen investierte in seine Seestreitmacht, weil nach dem Sieg über die Perser ein alter Konfliktherd direkt vor ihrer Haustür erneut virulent wurde: Das mitten im Saronischen Golf liegende Ägina verfolgte großräumige Handelsinteressen und kooperierte aus wirtschaftlichen Gründen immer wieder mit den Persern. Den Athenern war die florierende Inselstadt ein Dorn im Auge. Sie versuchten, Ägina zu erobern, scheiterten aber an der Herausforderung eines Belagerungskrieges zur See – möglicherweise auch, weil die athenischen Schiffe technisch nicht auf dem neuesten Stand waren.
Die Schlappe führte den Athenern den großen Nachholbedarf vor Augen, den sie in Sachen Flottenbau hatten. Zum Wortführer derjenigen, die eine maritime Zeitenwende forderten, machte sich Themistokles, Sohn eines Atheners und einer aus dem nordwestgriechischen Akarnanien zugewanderten Metökin.
Als Archon (höchster Beamter) veranlasste Themistokles, dass der athenische Hafen von Phaleron ins strategisch wesentlich günstiger gelegene Piräus verlegt wurde. Außerdem machte er den Athenern den Bau einer neuen, wesentlich stärkeren Flotte schmackhaft: 200 hochmoderne Kampfschiffe, Trieren, wollte er bauen. Als Begründung führte er nicht die Gefahr an,
die von den Persern ausging, sondern die Möglichkeiten, die eine leistungsfähige Marine Ägina gegenüber eröffneten.
Tatsächlich rechnete er aber schon Mitte der 480er Jahre v. Chr. mit einem neuen Perserkrieg. Themistokles spielte in die Hände, dass man in Laureion, unweit von Athen, auf eine neue, äußerst ergiebige Silbermine stieß. Mit Hilfe des Edelmetalls war es für die Polis ein Leichtes, den Bau der Schiffe zu finanzieren.
Trotzdem waren Widerstände zu überwinden, bevor die Flotte gebaut werden konnte. Aristeides, der als Stratege an der Schlacht von Marathon teilgenommen hatte, stellte sich gegen die Seemachtpläne. Er witterte hinter Themistokles’ Forderungen ein politisches Manöver. Ganz unbegründet war dieser Verdacht nicht. Die Flotte war, um in See stechen zu können,
auf Ruderer angewiesen. Und die Besatzungen rekrutierten sich aus der Schicht der ärmsten Bürger: allen, die sich keine Rüstung leisten und deshalb nicht als Hopliten kämpfen konnten.
Würden die Pläne des Themistokles in die Tat umgesetzt, dann würde das unweigerlich die politische Aufwertung dieser Klasse, der Theten, bedeuten. Und genau daran hatten die Besitzenden, die bis dahin die Ämter in der Polis unter sich verteilt hatten, kein Interesse.
Themistokles ist bei den einfachen Athenern beliebt
Aus dem gleichen Grund war die Flottenrüstung bei der Unterschicht populär. Rückhalt im Volk besaß auch Themistokles selbst. „Er war beim einfachen Volk beliebt, zum einen, weil er den Namen eines jeden Bürgers aus dem Stegreif nennen konnte, zum anderen, weil er als sicherer und unparteiischer Schlichter in Fällen privater Rechtsstreitigkeiten und außergerichtlicher Einigungen fungierte“, informiert uns sein Biograph Plutarch. Der gewiefte Politiker erhielt in der Volksversammlung die gewünschte Mehrheit für sein Flottenbauprogramm.
Aristeides wurde per Scherbengericht aus Athen verbannt und musste die Polis für zwei Jahre verlassen. Der Sieg gehörte Themistokles. So berichten es Herodot und Plutarch, die beiden Kronzeugen für die Zeitenwende des Jahres 483 v. Chr.
Oder war in Wahrheit alles ganz anders? War es gar nicht Themistokles, der Athen visionär und praktisch im Alleingang auf seine künftige See- und Großmachtrolle vorbereitete? Wird die Rolle der großen Protagonisten von den Quellen überbewertet, kam der Impuls vielleicht sogar von unten, aus den Reihen der Theten?
Gewiss neigen antike Quellen immer zur Personalisierung von Geschichte. Andererseits brauchte es keine prophetische Gabe, um vorherzusehen, dass die Perser es nicht bei ihrem gescheiterten Versuch, sich Griechenland einzuverleiben, bewenden lassen würden. Einem berechnenden Politiker vom Kaliber des Themistokles ist also durchaus zuzutrauen, dass er die Schlüsselbedeutung erkannte, die der Flotte bei der Abwehr dieser Bedrohung zukam.
Tatsächlich zogen sich über dem östlichen Himmel dunkle Wolken zusammen. Xerxes rüstete, kaum war der ägyptische Aufstand 484 v. Chr. niedergeschlagen, vier Jahre lang für die Offensive gegen Griechenland. Im fünften, im zeitigen Frühjahr 480 v. Chr., wälzte sich ein gigantischer Heerwurm von Sardes durch das westliche Kleinasien auf den Hellespont zu. Herodot behauptet, Xerxes habe rund 2,5 Millionen Fußsoldaten und Reiter sowie eine gleich große Anzahl von Hilfskräften gegen Griechenland in Marsch gesetzt. Der Fluss Skamandros im nordwestlichen Kleinasien sei sogar versiegt, als so viele Menschen und das zugehörige Vieh aus ihm getrunken hätten.
Solche Angaben sind gewiss übertrieben. Moderne Schätzungen kalkulieren eher mit einigen hunderttausend Soldaten, aber auch ein Heer dieser Größe zu mobilisieren und auf dem Marsch zu versorgen stellte eine logistische Meisterleistung dar.
Nicht minder kompliziert war es, die Streitmacht auf die europäische Seite des Hellespont zu bringen. Die Perser hatten zu diesem Zweck bereits im Vorjahr eine Schiffsbrücke errichtet, die stabil genug war, dass sie auch den Winter überstand. Der erste Versuch scheiterte, weil ein Sturm aufkam und die Brücke zerstörte.
„Als Xerxes das erfuhr“, schreibt Herodot, „war er empört und befahl, dem Hellespont dreihundert Schläge mit der Geißel zu verabreichen und ein Paar Fußfesseln ins Meer zu versenken.“ Er werde die Meerenge am Ende doch überqueren, „ob du willst oder nicht“, soll der Großkönig an das Meer gewandt gebrüllt haben. Vermutlich hat Herodot hier nur ein Ritual missverstanden, mit dem die Perser ihren – auch maritimen – Anspruch auf Weltherrschaft zum Ausdruck brachten.
Nach geglückter Überschreitung des Hellespont im Frühjahr 480 v. Chr. nahm Xerxes in der Ebene von Doriskos in Thrakien eine Musterung seines Heeres vor. Penibel listet Herodot die Ethnien auf, die im Heer des Großkönigs kämpften und von denen jede ein spezifisches Moment zur Kampfkraft der Armee beitrug: Perser, Meder, Hyrkanier, Assyrer, Baktrier, Saken, Inder, Parther, Kaspier, Sarangier, Paktyrer, Utier, Araber, Äthioper, Libyer, Paphlagonier, Kappadoker, Phryer, Armenier, Thraker, Kolcher und unzählige andere Völkerschaften, alle nach ihrem Herkommen gekleidet und ausgerüstet.
In der Streitmacht spiegelte sich der polyethnische Charakter des Perserreiches, das – wie alle vormodernen Imperien – Multikulturalität absorbierte, anstatt sie einzuebnen.
Dass sich in Asien Unheil zusammenbraute, bekamen auch die Hellenen in ihren Poleis mit. Die Perser waren längst ein Faktor in der griechischen Politik, und etliche Stadtstaaten hatten sich, wie Ägina und auch Theben, mit ihnen arrangiert. Für sie war das mächtige Imperium ein formidabler Bundesgenosse gegen innergriechische Rivalen. Sparta war auf die Sicherung seiner Besitzungen in Messenien bedacht und strebte die Arrondierung seiner Hegemonialstellung auf der Peloponnes an. Im Weg war ihm der Nachbar Argos. Ein großer Krieg mit Persien passte den Spartanern deshalb nicht in den Kram. Sie hüteten sich, das Imperium zu provozieren.
Dennoch ging ausgerechnet von Sparta die Initiative zur Bildung einer gesamtgriechischen Allianz aus: einer Symmachie (eine Art Vertragsbündnis), in der die einzelnen Poleis ihre Individualinteressen zurückstellen und ihre Bürgerheere einem einheitlichen Oberkommando unterordnen sollten.
Die Hellenen bilden einen Bund
Auf Einladung der Spartaner trafen im Herbst 481 v. Chr. Gesandte aus etwa 30 griechischen Poleis zusammen, um über ein Bündnis gegen die Perser zu verhandeln. Es war höchste Zeit. Xerxes hatte, als er Makedonien erreicht hatte, Boten in die einzelnen Poleis geschickt, die als Symbole der Unterwerfung Erde und Wasser fordern sollten. Die Thessaler, die Thebaner und etliche kleine Poleis waren dieser Aufforderung bereits nachgekommen.
Gegen sie leisteten nun die in Korinth versammelten Städte einen Eid, den wiederum Herodot überliefert: „Alle, die als Griechen sich den Persern ergäben, ohne dazu gezwungen zu sein, die sollten, wenn ihre Angelegenheiten zu einem guten Ende gekommen seien [also die Hellenen den Sieg über die Perser errungen haben würden], als Buße an den Gott in Delphi den Zehnten entrichten.“ Was hier gemeint ist, wird nicht auf Anhieb klar. Bei dem „Zehnten“ kann es sich aber nur um den zehnten Teil der – belebten und unbelebten – Beute handeln, die man durch die Zerstörung der betroffenen Städte zu machen gedachte. Die Hellenen schworen einander also gegenseitig, jede Stadt zu vernichten und ihre Bewohner in die Sklaverei zu verkaufen, die sich den Persern unterwarf – die Höchststrafe für Verräter.
Trotz solch massiver Drohungen blieben viele Poleis der Symmachie fern. Von den größeren Mächten traten nur Athen, Sparta und Korinth dem Bund bei. Argos, Kreta, Kerkyra (Korfu) und die westgriechischen Städte erteilten den Gesandten entweder eine Abfuhr oder hielten den Bund unter allerlei fadenscheinigen Vorwänden hin.
Die Kerkyraer, berichtet Herodot, hätten den Gesandten zwar salbungsvolle Worte über die Rettung Griechenlands mit auf den Weg gegeben, als es zum Schwur kam, aber nur eine kleine Flotte geschickt und auch diese Schiffe abwarten lassen, bis die Entscheidung schließlich gefallen war.
Historisch zum ersten Mal wird im Hellenenbund so etwas wie ein gesamtgriechisches Zusammengehörigkeitsgefühl sichtbar. Doch zeigte sich eben auch, wie löchrig die panhellenische Solidarität war. Sparta stellte die gemeinsame Sache über kurzfristige Partikularinteressen, blieb damit aber praktisch allein. Die Athener waren Nutznießer des Bundes, weil sie als Sieger von Marathon das Hauptziel des persischen Feldzuges waren und sowieso kaum auf Gnade hoffen konnten. Die vielen kleineren Poleis mochten Sicherheit im Schwarm suchen. Für Xerxes war Griechenland, wenn überhaupt, dann nur ein geographischer Begriff. Er lag damit nicht so weit von der Wahrheit entfernt.
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