Im Sommer 1495 brach König Johann I. von Dänemark und Norwegen zu einer besonderen Mission nach Schweden auf: Er wollte den schwedischen Regierungsrat davon überzeugen, ihm die Krone von Schweden zu überlassen und so einen Krieg vermeiden. Um seine Gegenüber zu beeindrucken, unternahm der dänische König die Reise mit großem Gefolge auf seinem Flaggschiff Gribshunden. “Die Gribshunden war die schwimmende Burg des Königs”, erklären Brendan Foley von der Universität Lund in Schweden und seine Kollegen. Historische Aufzeichnungen belegen, dass der König sein um 1485 akquiriertes Flaggschiff intensiv nutzte – auch als Demonstration seiner Macht und seines Reichtums. Denn zur damaligen Zeit waren Schiffe wie die Gribshunden in Nordeuropa noch selten und teuer: Der Bau und die Ausstattung des rund 35 Meter langen königlichen Flaggschiffs könnten acht Prozent des damaligen dänischen Budgets verschlungen haben.





