Im Jahr 1260 hatte man in Damaskus schon mit dem Schlimmsten gerechnet: dem Ende des Islam. Damals war Hülegü, der Bruder des mongolischen Großkhans Möngke Khan, mit einer gewaltigen Armee nach Südwesten gezogen und hatte das Kalifat von Bagdad vernichtet. Viele der älteren Damaszener konnten sich noch gut an die Panik erinnern, als der mongolische Heerführer und Dschingis-Khan-Enkel Hülegü 1260 in Syrien einfiel. Hoffnung keimte damals auf, als er unvermittelt mit einem Teil der Truppen wieder in Richtung Heimat abzog. Er hatte erfahren, dass sein Bruder, der Großkhan, gestorben war.
Doch die Mongolen drangen dennoch in die Stadt ein. Selbst der von Hülegü zurückgelassene Rest des Heeres war für die Damaszener noch eine viel zu große Übermacht. An-Nasir Yusuf, der Sultan von Syrien, war längst geflohen und hatte seine Untertanen schutzlos zurückgelassen.
Im Februar marschierten die Mongolen in die Stadt ein, angeführt von drei Christen: neben dem mongolischen General Kitbuka, der nestorianischen Glaubens war, der 23-jährige Fürst Bohemund VI. von Antiochia und dessen Schwiegervater, König Hethum I. von Armenien. Mit der Flucht des Sultans war die Herrschaft der Erben Saladins in Syrien endgültig beendet. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 11/2013.
David Neuhäuser





