Am 1. Februar 2011 hat die Bundesrepublik Deutschland offiziell den Antrag eingereicht; „Schwetzingen – kurfürstliche Sommerresidenz“ soll UNESCO-Welterbe werden. Das ist der Hintergrund, vor dem die Fachtagung ein Phänomen beleuchtete, das in der europäischen Gartenkunst im 18. und 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielt: das Monument.
Eröffnet wurde die Tagung durch einen Vortrag von Landeskonservator Prof. Dr. Michael Goer, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Esslingen, zum Thema: „Kurfürstliche Sommerresidenz Schwetzingen – ein international bedeutendes Kulturdenkmal“. Die Spannweite der 20 Vortragsthemen am 1. und 2. April reichte von den kurfürstlichen „Ausgrabungen im Schwetzinger Schlossgarten“ über „Türkische Monumente in europäischen Landschaftsgärten“ und den „Wert alter Bäume“ bis zum „Berliner Tiergarten als Beispiel für den Denkmalkult des 19. Jahrhunderts“. Den Abschluss der Tagung bildete – bei herrlichem Wetter – die ausführliche Besichtigung des bedeutendsten Monuments im Schwetzinger Garten, die Moschee. Ein Tagungsband in der Reihe „Arbeitshefte Landesdenkmalamt Baden-Württemberg“ wird die Ergebnisse des wichtigen Symposiums dokumentieren.
Veranstaltet wurde die Tagung von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg, dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, dem Arbeitskreis Historische Gärten der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V., dem Institut für Europäische Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg und dem Sonderforschungsbereich ‘Transformationen der Antike’ an der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit der Stadt Schwetzingen. Damit haben sich für diese Tagung sowohl die wissenschaftlichen Autoritäten als auch die staatlichen Institutionen zusammen gefunden, die die unterschiedlichen Facetten des UNESCO-Antrages gesteuert und gestützt haben.





