Vor zwei Jahren haben Kriminologen, Gerichtsmediziner und Archäologen den Fall mit modernsten Analyseverfahren erneut aufgerollt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gelangt. So könnten zwei Kinder durchaus miteinander verwandt sein. Ebenso gibt es Hinweise auf den Gesundheitszustand, die Ernährung und das Lebensumfeld der Toten; am Computer wurden sogar die Gesichtszüge rekonstruiert und an einem Model aus Kunstharz nachgebildet. Kupferrückstände an einem der Schädel lassen Vermutungen über das mögliche Tatwerkzeug zu.
Die Sonderausstellung „Mord im Moor“ weiht den Besucher in die Ermittlungen ein; in nachgebauten Laboreinrichtungen werden Verfahren der Anthropologie erklärt und in einem „Polizeibüro“ Bilder des archäologischen Befundes gezeigt. Ob es sich um einen Ritualmord handelt, wie es die gleichmäßige Anordnung der Schädel um die Siedlung annehmen lässt, muss eine offene Frage bleiben; hier können selbst ausgefeilte wissenschaftliche Methoden nicht weiterhelfen.





