In einem Bundesbrief bekräftigten die Unterzeichner Uri, Schwyz und Unterwalden, die sich „Eidgenossen“ nannten, sodann ihr Bündnis und verpflichteten sich zu gegenseitiger Hilfe und Friedenswahrung und dazu, niemals – außer mit der Zustimmung aller – einen fremden Herrn anzunehmen. Anders als der erste Bundesbrief ist der Morgartenbrief nicht mehr auf Latein, sondern auf Deutsch abgefasst worden. Während die Datierung des ersten Bundesbriefes auf 1291 inzwischen ins Wanken zu geraten scheint (die für das Original gehaltene Schrift in Schwyz entpuppte sich als deutlich später entstandene Abschrift), wird an der Entstehung des Morgartenbriefs 1315 nicht gezweifelt.





