Per Mausklick geht es im ersten stadtgeschichtlichen Internetmuseum der Region auf Entdeckungstour durch virtuelle Räume, die nach und nach eröffnet werden. Den Zeitraum von 1609 bis 2010 sollen die geplanten neun „ZeitRäume“ erfassen, von denen seit 16. April schon zwei Abteilungen zugänglich sind: Der erste befasst sich mit dem Leben in der Lindenstadt zu Zeiten der industriellen Revolution in den Jahren 1840 bis 1871. „Ausgestellt“ sind zum Beispiel Teile einer Dampfmaschine oder das „Güldene Schatzkästlein“, ein Buch mit Tageslosungen. Vom wirtschaftlichen Aufschwung ist auch der zweite Raum geprägt, dessen Thema der Wiederaufbau nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist. Ein Präsenzkorb für Storck-Schokolade von 1954 zeugt von der wiederkehrenden Normalität. Der Rundgang durch die Abteilungen per Mausklick ist ebenso einfach und gut gegliedert wie ein realer Museumsbesuch. Auch für Sonderausstellungen bietet das world wide web genug Platz. Derzeit ist die Ausstellung „Halle gemalt“ zu sehen, die sich mit der künstlerischen Seite Halles im Nachkriegsdeutschland befasst.
Die Bürger können aktiv am Entstehungsprozess des Museums teilnehmen und historische Gegenstände in die Museumssprechstunde bringen, die dann fotografiert und ausgestellt werden. So wird mit persönlichen Gegenständen ein Stück Weltgeschichte am Beispiel der Stadt Halle gezeigt.





