„Holzobjekte aus Ägypten sind per se etwas Besonderes“, betont die Leiterin des Textilmuseums, Dr. Annette Schieck. Die Archäologin untersucht zurzeit erstmals ein ägyptisches „Sammelsurium“ aus Objekten die aus dem Zeitraum von etwa 2100 v. Chr. bis zum Mittelalter stammen. „Da gibt es ja noch diese Scherben“, hieß es lapidar, als Schieck 2003 als freie Wissenschaftlerin eine Ausstellung im Textilmuseum vorbereitete. „Schnell stellte sich heraus, dass sich hinter dieser Bezeichnung ein bemerkenswertes nichttextiles Sammelsurium aus antiken und frühmittelalterlichen Objekten verbarg“, erinnert die Archäologin sich.
Noch weitere besondere Stücke sind Teil der Sammlung: „Dazu gehören auch goldene Ohrgehänge. Dass sie als Paare vorliegen, ist selten“, so die Wissenschaftlerin. Hölzerne Brotstempel dienten im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. dazu, die Frische eines Brotlaibs anzuzeigen.
Die Objekte – insgesamt 51 Artefakte aus Gold, Bronze, Blei, Glas, Keramik, Stein, Holz und Knochen – lagerten seit den 1950er Jahren im Magazin des Museums, mit einer ersten Veröffentlichung in der „Kölner und Bonner Archaelogica“ hat Schieck die Stücke nun erstmals wissenschaftlich erfasst. Dennoch blieben viele Fragen offen, vor allem die genaue Herkunft der Objekte, die über den Kunsthandel in den 1950er Jahren nach Krefeld gelangten, lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren.
Die aktuelle Veröffentlichung bespricht 21 Stücke der Sammlung, eine weitere Publikation ist für das Frühjahr 2014 geplant. Ob und wann das „Sammelsurium“ wieder in Krefeld zu sehen ist, ist noch offen, „wenn sich die Gelegenheit im Rahmen einer Ausstellung ergibt, dann sicher“, so Schieck.





