Seit Jahrtausenden prägt und formt Musik menschliche Gemeinschaften. Ob seltene Schamanentrommeln aus Skandinavien, farbenprächtige Feuertanzmasken aus Neu-Guinea oder kostbare Konzertinstrumente des Mannheimer Kurfürstenhofes: sie alle zeigen anschaulich, dass sich Musik nicht nur in allen Kulturen und zu allen Zeiten findet, sondern bis heute die Menschen bewegt. Der Besucher erfährt in der Ausstellung, wie Musik als Mittel der Kommunikation verwendet wird, welche rituelle und symbolische Bedeutung ihr zukommt und welche Rolle sie bis heute spielt.
Die Ausstellung bietet aber nicht nur Wissenswertes rund um das Thema Musik, sondern verspricht dank nutzerfreundlicher Technik ein eindrückliches Klangerlebnis. In jeder Eintrittskarte ist ein kostenloser Audioguide enthalten. Beim audiovisuellen Rundgang durch die Ausstellung erlebt der Besucher unterschiedliche Musik-Welten hautnah. Neben kurzen Hörtexten stimmen ausgewählte Klangbeispiele aus Rock, Pop und Klassik auf die unterschiedlichen Ausstellungsräume ein und schlagen so die Brücke zwischen den einzelnen Musiktraditionen. Ergänzt werden die auf diese Weise vermittelten Klangerfahrungen durch eine atmosphärisch dichte und außergewöhnliche Inszenierung mit Lichtinstallationen und Fotografien. Darüber hinaus kann auch der Klang einzelner Instrumente gezielt gehört werden.
Grundlage für die Ausstellung ist die bedeutende, über 1600 europäische und außereuropäische Musikinstrumente umfassende Sammlung der Reiss-Engelhorn-Museen. Dazu gehört unter anderem die größte Sammlung altamerikanischer Musikinstrumente außerhalb des amerikanischen Kontinents, eine Stiftung von Dieter und Evamaria Freudenberg. Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation. Auf mehr als 200 Seiten vertiefen Beiträge von ausgewiesenen internationalen Experten die einzelnen Ausstellungsthemen. Außerdem gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm für Kinder und Erwachsene.





