Am 7. Februar 1786 bekam er die Gelegenheit, sich mit Antonio Salieri in einem musikalischen Wettstreit zu messen. Beide Komponisten traten in Schloß Schönbrunn mit einem Einakter zum selben Thema gegeneinander an: Vor der Uraufführung einer neuen Oper geraten zwei Sängerinnen in Streit um das Engagement. Mozart führte dazu seine Oper „Der Schauspieldirektor“ auf, Salieri konterte mit „Prima la musica e poi le parole“. Hatte der Kaiser durch den Komponistenwettstreit nicht nur die damaligen Opernverhältnisse persiflieren, sondern auch das Ansehen des deutschen Singspiels heben wollen, so ging sein Plan nicht auf: Das Publikum begeisterte sich mehr für Salieris sehr kompakte italienische Opera buffa als für die locker aneinandergereihten Szenen in Mozarts deutschem Singspiel.





