Der deutsche Überfall auf Polen im September 1939 versetzte die polnische Gesellschaft in einen Schockzustand. Das lag nicht nur an der Brutalität von Wehrmacht, SS und Polizeikräften. Die polnische Bevölkerung war erschüttert, dass Großbritannien und Frankreich Polen trotz der nur wenige Monate alten Beistandsversprechen im Stich ließen und nicht aktiv in den Krieg eingriffen.
Kurz nach dieser Desillusionierung kam schon der nächste Schlag: Am 5. September 1939 verließ die polnische Regierung Hals über Kopf Warschau und zog sich zunächst nach Ostgalizien zurück. Als am 17. September mit dem Einmarsch der sowjetischen Armee in die ostpolnischen Landesteile der totale Zusammenbruch der Republik absehbar war, flohen die Mitglieder der Regierung über Rumänien nach Frankreich.





