von RITA VOLLMER
Das wirkmächtige Klischee, der Machtapparat der Papstkirche und eine jesuitische Verschwörung hätten die Hexenverfolgungen als „Gynozid“ an Millionen Frauen gesteuert, hat seine Wurzeln in der protestantischen Aufklärung und in den polemischen Auseinandersetzungen des Kulturkampfes im 19. Jahrhundert. Aus derlei Vorwürfen geboren, wurde bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts die „Hexe“ zur Ikone der ersten, dann seit den 1970er Jahren der zweiten und jetzt der dritten feministischen Bewegung erhoben.





