So geschah es auch im Jahr 408. Rom stand mit 4000 Pfund Gold in Alarichs Schuld und wollte nicht zahlen. Alarich rückte deshalb mit seinen Truppen auf Rom vor, das über keinen fähigen Militärführer verfügte. Die Visigoten hatten somit leichtes Spiel. Schon nach kurzer Belagerung im September machte der Hunger die Eingeschlossenen gefügig. Die Bürger stimmten der gewaltigen Zahlung von 5000 Pfund Gold, 30 000 Pfund Silber und Tausenden Pfund von Seiden- und Ledergewändern zu. Der Kaiser jedoch residierte im sicheren Ravenna und weigerte sich, mit Alarich zu paktieren. Bereits 410 sollte es daher zu der epochalen Plünderung Roms durch Alarich kommen, welche die gesamte Weltsicht der Zeitgenossen in eine tiefe Krise stürzen würde. Doch noch war dieser Kelch an den Römern vorbeigegangen.





