Fakt ist, dass Germanicus eigenmächtig weitgehende Zusagen machte und Rädelsführer töten ließ. Im Anschluss kanalisierte er die Emotionen des Heeres auf einen äußeren Feind: Er ordnete einen Feldzug ins freie Germanien an, der bis 16 n. Chr. andauerte und aus römischer Sicht zumindest ordentlich verlief. Tiberius lobte seine Söhne, bestätigte zähneknirschend die von Germanicus in Aussicht gestellten Erleichterungen und nahm seinem beliebten Adoptivsohn doch die Eigeninitiative übel. Allerdings verdankte er dessen beherztem Eingreifen seine Herrschaft.





