Der Ausblick vom „Haus auf der Grenze“, das eine neu konzipierte Dauerausstellung zeigt, verrät eine Besonderheit: Man kann von hier aus tief in die Rhön hinein schauen. Deshalb entschieden sich die in der Bundesrepublik stationierten US-Streitkräfte Mitte der 1960er Jahre dafür, auf der westlichen Seite der Grenze bei Geisa einen Beobachtungsposten zu errichten. Dieser längst denkmalgeschützte „Observation Point Alpha“ ist ebenfalls auf dem Gelände der Gedenkstätte zu besichtigen.
Militärische Präsenz und Aufklärungsarbeit waren an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen von strategischer Bedeutung. Denn Geisa befindet sich sozusagen an der Taille Westdeutschlands. Innerhalb weniger Tage hätten Truppen des Warschauer Pakts von dort aus vorstoßend die Bundesrepublik in zwei Hälften teilen können. Im Ergebnis beobachteten sich die zwei Machtblöcke gegenseitig auf engem Raum – genau diese angespannte Situation versucht die Gedenkstätte zu vergegenwärtigen. Getragen wird „Point Alpha“ von einer Stiftung, die aus zwei Trägervereinen hervorging. Beide Vereine, der aus Rasdorf/Hessen sowie der aus Geisa/Thüringen, hatten sich nach der Wende erfolgreich für den Erhalt des Komplexes eingesetzt. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 08/2014.
Elisa Heuser





