Etlichen NS-Tätern gelang es, sich nach 1945 nach Südamerika abzusetzen und sich so der Strafverfolgung zu entziehen. Warum diese Männer dort so lange unbehelligt blieben, das klärt Daniel Stahl in seiner lesenswerten Studie. Sein ernüchterndes Resümee: Die Justiz der autoritären Regime in Argentinien, Bolivien oder Paraguay hatte kein Interesse, Täter wie Josef Mengele oder Adolf Eichmann zur Rechenschaft zu ziehen. Dies gilt auch bis auf wenige Ausnahmen für die Bundesrepublik. Entsprechend wenig wurden Aufklärer wie Simon Wiesenthal oder Fritz Bauer unterstützt.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





