Schweden war seit 1397 Mitglied der Kalmarer Union, der Vereinigung der Reiche Dänemark, Norwegen und Schweden unter einer Krone. Doch insbesondere der schwedische Adel wehrte sich gegen die Dominanz Dänemarks in der Kalmarer Union und die dänische Einflussnahme in innerschwedischen Fragen. Der junge Gustav Eriksson aus dem Adelsgeschlecht der Wasa beteiligte sich an der Seite des schwedischen Reichsverwesers Sten Sture aktiv am Kampf gegen Christian II. von Dänemark, dem es 1520 im zweiten Anlauf gelungen war, die schwedische Krone zu erlangen. Er hatte einen Großteil des schwedischen Adels und die wichtigsten Städte des Reichs unterworfen.
Besonders erbittert war man darüber, dass Christian oppositionelle Adlige in großer Zahl hatte hinrichten lassen. Mit einem Heer gelang es Gustav 1523, in Stockholm einzuziehen. Am erwähnten 6. Juni des Jahres wurde er auf dem Reichstag in Strängnäs zum König von Schweden gewählt und konnte in der Folge die dänischen Truppen aus dem Land vertreiben. Die Kalmarer Union war damit faktisch zerfallen, die dänische Oberhoheit in Schweden beendet.





