Das Deutsch-Russische Museum (Zwieseler Straße 4, 10318 Berlin, Tel: 030-50150810) ist eine bilaterale Einrichtung, die gemeinsam von der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation getragen wird. Seit 1995 ist es Ort einer gemeinsamen Ausstellung der ehemaligen Kriegsgegner. Unter Rückgriff auf DDR-Bestände soll an die Opfergruppen des Krieges gedacht und die Verständigung zwischen beiden Völkern gefördert werden. Der Fokus liegt dabei auf einer dualen Erzählweise der historischen Ereignisse sowohl aus russischer als auch aus deutscher Sicht und einer multiperspektivischen Auswahl der Exponate.
Die bisherige Ausstellung wurde nun nach 17-jähriger Laufzeit neuen Forschungsergebnissen angepasst. Bisher nicht gezeigte Objekte, wie die selbstgefertigte herzförmige Schatulle eines russischen Zwangsarbeiters in Deutschland, ermöglichen ungewohnte Perspektiven auf den zweiten Weltkrieg. Neu ist außerdem die Präsentation von individuellen, mit den historischen Ereignissen verbundenen Lebenswegen in 15 kurzen Filmen.





