Der spektakuläre Versuch fand auch das In‧ter‧esse der Presse und machte den Arzt über Nacht einer großen Öffentlichkeit bekannt. In- und ausländi‧sche Zeitungen boten bis zu 1000 Mark für den Abdruck der Röntgenbilder. Doch das plötzliche Ansehen brachte nicht nur Vorteile. Schnell wurden Plagiatsvorwürfe laut, die Forßmann ausräumen musste, und Sauerbruch zeigte kein Verständnis für „solche Mätzchen“ seiner Mitarbeiter. Offenbar verstimmte ihn zudem die Tatsache, dass nicht seine Klinik den Ruhm erntete, sondern das Auguste-Viktoria-Heim in Eberswalde, Forßmanns ehemalige Arbeitsstätte. Jedenfalls war die Arbeit an der Charité für den gerade erst eingestellten Forß‧mann wieder beendet. Erst 1956 würdigte man den Medizinpionier: Zusammen mit zwei weiteren Ärzten, die seine Forschungen weiterführten, erhielt Forßmann den Nobelpreis für Medizin.





