Das amerikanische Zwei-Parteien-System war 1854 bereits etabliert. Die Sklaverei-Frage hatte jedoch die zwei existierenden Parteien, die Demokraten und die Whigs, tief gespalten. Eine kurze Atempause bescherte zwar der Missouri-Kompromiss von 1820, der die Sklaverei nördlich des Breitengrades von 36,30 Grad verboten hatte. Im Zuge der westlichen Expansion musste jedoch mit jedem neu dazukommenden Staat die Machtbalance zwischen den Sklaverei-Staaten des Südens und den Staaten des Nordens erneut geklärt werden; so auch 1854 mit den neuen Territorien Kansas und Nebraska, die sich oberhalb der Kompromisslinie befanden. Ein neues „Kansas-Nebraska-Gesetz“ hebelte nun den Missouri-Kompromiss aus, indem es die Sklaverei-Frage für zukünftig in die Union aufzunehmende Territorien zur Ländersache machte. Aus diesem Konflikt ging die neue Republikanische Partei hervor. Sie versammelte entschiedene Sklaverei-Gegner, die bei den Demokraten und Whigs nicht mehr ihre politische Heimat finden konnten.





