Zu den vertretenen Fotografen zählen etwa Giacomo Caneva (1813-1865), James Anderson (1813-1877), Robert MacPherson (1814-1872) oder Domenico Bresolin (1813-1900). Einen eigenen, umfangreichen Sammlungskomplex bilden die Fotografien von Giorgio Sommer (1834-1914), der, aus Frankfurt am Main stammend, sich in Neapel niedergelassen und von dort aus ein Bildkompendium vor allem des italienischen Südens und Siziliens geschaffen hat.
Die Erwerbung wird die Sammlung dauerhaft an die Neue Pinakothek binden, die, wie auch die Sammlung Schack, mit den Werken der Nazarener, der romantischen Landschaftsmalerei und der Kunst der Deutsch-Römer seit den Tagen ihrer Gründung einen ausgeprägten Italienschwerpunkt und damit vielfältige Anknüpfungspunkte für die Einbindung der Fotografie besitzt.
Die Fotografien werden künftig in wechselnden Präsentationen in den Dialog mit Gemälden der Sammlung treten. Den Anfang macht die Schau unter dem Titel „Venedig sehen…“ (bis 2. Februar 2015), in der venezianische Veduten des 18. Jahrhunderts aus der Alten Pinakothek mit frühen Venedig-Fotografien gezeigt und damit vergleichende Perspektiven auf die Serenissima aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Medien und Epochen ermöglicht werden. Die gemalten Veduten und die Fotografien sind nicht nur durch gemeinsame Motive wie Canale Grande oder Rialtobrücke miteinander verbunden: Die Camera obscura als technische Vorrichtung, die mittels einer optischen Linse das Bild der Außenwelt auf eine Fläche projiziert, ist sowohl Ahnherrin der Fotografie als auch instrumenteller Ausgangspunkt für die berühmten Stadtansichten Canalettos oder Bellottos.





