Untersuchungen eines Teams um den Geologen Gifford Miller von der University of Colorado untermauern die These, dass eine Serie von Vulkan‧ausbrüchen den Anstoß gab („Geophysical Research Letters“ 39, L02708, 2012). Seit Mitte des 13. Jahrhunderts war es zu vier großen Vulkanausbrüchen in den Tropen gekommen, dies vermögen unter anderem Aschelagen in Eisbohrkernen von Grönland und der Antarktis zu zeigen. Durch einen Vulkanausbruch wird Schwefeldioxid in hohe Luftschichten geschleudert. Dort bilden sich Tröpfchen (Aerosol), die die Sonnenstrahlung absorbieren; es wird kühler.
Durch diese Vulkanausbrüche kühlte sich auch der Nord‧atlantik ab, und es bildete sich mehr Eis, das wiederum eine wärmere Meeresströmung abschwächte. Diese Kettenreak‧tion sei, so Miller, für den Beginn der Eiszeit bedeutsamer gewesen als eine schwächere Aktivität der Sonne. Dieses Phänomen sei erst, wenn überhaupt, vom 15. Jahrhundert an wirksam gewesen.





