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Neustart der Diplomatie
Zeitpunkte · 1951

Neustart der Diplomatie

Die Lockerung des Besatzungsstatus eröffnete der Bundesrepublik neue Spielräume: Am 15. März 1951 wurde das Auswärtige Amt neu gegründet. Zwei Jahre nach der Staatsgründung war das mehr als ein Verwaltungsakt: Es war ein Signal, dass die Bundesrepublik Deutschland wieder diplomatisch handeln sollte – Schritt für Schritt im Kalten Krieg. Zwar verblieben zentrale Fragen von Sicherheit, Deutschlandpolitik und Berlin in der Hoheit der Alliierten, doch nun durfte Bonn Auslandsvertretungen aufbauen und Beziehungen zu nicht-kommunistischen Staaten aufnehmen. Außenpolitik wurde zum Werkzeug, Vertrauen zurückzugewinnen und die Westbindung praktisch zu verankern.
Autor
DAMALS-Redaktion
01. März 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Zeitpunkte

Kanzler Konrad Adenauer überraschte mit seiner Personalentscheidung für die Behördenleitung: Er selbst übernahm das Amt des Außenministers und bündelte damit Regierungsspitze und Diplomatie in einer Hand – ein Schritt, der für erhebliche Kritik aus dem Parlament sorgte. Zugleich lag über dem Neubeginn ein Schatten: In den frühen Jahren prägten personelle Kontinuitäten die neue Behörde bis hin zu Spitzenbeamten, die zuvor in das NS-Regime verstrickt gewesen waren. Im politischen Betrieb jener Zeit stand jedoch zunächst die außenpolitische Handlungsfähigkeit im Vordergrund. Das wiedergegründete Amt markierte so den Übergang von der verwalteten Nachkriegszone zum handlungsfähigen Staat. Die deutsche Teilung bedeutete für die Diplomatie aber auch die Arbeit an der Wiederannäherung.

Auswärtiges Amt

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