Doch die wirtschaftliche Lage der Weber blieb angespannt. Sie klagten über zu hohe Einkaufspreise für Wolle, ihre Kunden über mangelhafte Qualität von Augsburger Webwaren. Anfang des Jahres 1794 stürmten gut 300 Augsburger Webermeister eine Magistratssitzung im Augsburger Rathaus und forderten ein vollständiges Einfuhrverbot für auswärtige Waren. Der Magistrat der Stadt gab dem Druck der Menge nach und fertigte ein entsprechendes Dekret aus. Als der Rat versuchte, dieses Dekret wieder zurückzunehmen, nötigten die Weber den Stadtpfleger gewaltsam, eine erneute Bestätigung des absoluten Einfuhrverbotes auszustellen.
Das unter Gewalt erpresste Dekret ließ sich jedoch nicht dauerhaft gegen den Rat durchsetzen. Nach erneuten Verhandlungen kehrte man zum Kompromiss von 1785 zurück. Doch im November 1794 eskalierte die Lage erneut. Nun beschloss der Rat, den Kompromiss endgültig zurückzunehmen und den Konflikt mit den Webern militärisch zu beenden: Truppen des Schwäbischen Reichskreises schlugen den Aufstand am 24. Dezember 1794 endgültig nieder.





