“Ötzi” litt demnach, als er vor 5300 Jahren starb, an einer starken Zahnabschleifung, Karies, einer fortgeschrittenen Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontitis) sowie einem vermutlich unfallbedingt abgestorbenen Frontzahn. Insbesondere Parodontitis war zuvor häufig auch an anderen Schädelfunden aus der Steinzeit und an ägyptischen Mumien festgestellt worden.
Die Resultate geben Hinweise auf das Ernährungsverhalten des Mannes aus dem Eis und zur Evolution von medizinisch bedeutenden Zahnkrankheiten. So ist die Karieserkrankung auf eine Zunahme stärkehaltiger Nahrung wie Brot und Getreidebrei im Zuge des aufkommenden Ackerbaus in der Jungsteinzeit zurückzuführen.





