Mit der Digitalisierung wurden bedeutende kulturelle Werke aus Philosophie, Medizin, Recht und Theologie oder literarische Werke bekannter Barockdichter wie Martin Opitz, Andreas Gryphius oder Hans Jakob Christoffel Grimmelshausen online zugänglich gemacht.
Die Zusammenarbeit von mittlerweile 18 deutschen Bibliotheken hat den freien Zugang zu den Drucken möglich gemacht. Die Beteiligten haben es sich zum Ziel gesetzt, im Laufe der nächsten Jahre möglichst alle verzeichneten Werke vollständig zu digitalisieren. Unterstützung erhielten sie dabei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Im Rahmen dieses Vorhabens überführt die Herzog August Bibliothek in einem auf drei Jahre angelegten Projekt etwa 5000 Werke der so genannten Mainstream-Literatur in digitale Form. Dadurch werden sich die in der VD 17-Datenbank zur Verfügung stehenden Digitalisate auf insgesamt 70 000 summieren. Die Auswahl der Literatur setzt sich aus besonders zentralen und weit verbreiteten Titeln des 17. Jahrhunderts zusammen, bei denen eine hohe Bedeutung für die Forschung vermutet werden kann.
Die systematische Digitalisierung der schriftlichen Quellen ist eine der zentralen Voraussetzungen für die Entwicklung der „Digital Humanities“ – zu Deutsch der „digitalen Geisteswissenschaften“. Sie eröffnen durch die Anwendung von computergestützten Verfahren auf der Grundlage digitaler Ressourcen den Geistes- und Kulturwissenschaften neue Fragestellungen.
Nach dem Vorbild bereits erfolgreich umgesetzter Digitalisierungsprojekte wird die Herzog August Bibliothek im Laufe des Projekts insgesamt rund 750 000 Seiten digitalisieren. Die Digitalisate werden dabei mit Metadaten versehen, die unter anderem bibliographische Angaben wie Titel und Verfasser oder Gattungsbegriffe erfassen.





