In den Bibliotheken, Archiven und Museen in Rheinland-Pfalz lagern heute noch etwa 3100 mittelalterliche Handschriften. Die wissenschaftliche Katalogisierung der Werke ist aufwendig und mit etwa 20 bis höchstens 50 Handschriften pro Jahr sehr langwierig. Der Handschriftencensus hat das Ziel, in angemessenem Zeitrahmen einen Überblick über die Bestände in den 23 kleineren und mittleren handschriftenbesitzenden Institutionen zu ermöglichen. Der Katalog erfasst Handschriften auf Pergament und Papier in den Sprachen Latein, Deutsch, Italienisch und Katalanisch. Zur Herkunfts- und Altersbestimmung der aus dem Zeitraum von 750 bis 1540 n. Chr. stammenden Bände wurden Methoden der Sprachwissenschaft, Paläographie und Liturgiewissenschaft angewandt. Dabei kamen eine Vielzahl wenig bekannter Schätze zum Vorschein, wie ein prachtvoll illustriertes Brevier des 1484 verstorbenen Mainzer Elekten Adalbert von Sachsen in der Universitätsbibliothek Mainz.
250 der 500 Bandbeschreibungen sind bereits auf der Website www.hss-census-rlp.ub.uni-mainz.de abrufbar, die andere Hälfte soll bis Mitte des Jahres folgen. Die Website bietet darüber hinaus weiterführende Informationen zu anderen Rheinland-Pfälzer Bibliotheken und Archiven, die Handschriften besitzen.





