Das Opernhaus, das genau an der Hauptachse Berlins „Unter den Linden“ in der Nähe des Kronprinzenpalais, des Prinzessinnenpalais und des Zeughauses gebaut wurde, orientierte sich architektonisch an den Werken des Renaissance-Architekten Andrea Palladio. Am 7. Dezember 1742 wurde das Opernhaus „Unter den Linden“ (heute Staatsoper) bereits eröffnet, auch wenn die Bauarbeiten erst im Jahr darauf abgeschlossen waren. Es war das erste freistehende Opernhaus Deutschlands und eines der größten und bedeutendsten Europas. Die Oper war damit aus der Sphäre des Schlosses in die Öffentlichkeit gerückt, und Berlin konnte zeigen, dass es eine Kulturmetropole war. Mehr noch: Das Opernhaus sollte der ursprünglichen Planung zufolge Teil eines ganzen Ensembles repräsentativer Bauten „Unter den Linden“ werden. Zu diesem „Forum Fridericianum“ sollte neben der Oper auch ein neues Königsschloss gehören, welches im Gegensatz zum Stadtpalais des Prinzen Heinrich, zur königlichen Bibliothek und zur St. Hedwigs-Kirche allerdings nie gebaut wurde.





