Jeder wusste auch, dass Agamemnon damals der unumstrittene Führer aller Griechen gewesen war. Als Agesilaos also eine Hirschkuh im Artemis-Hain auf Aulis opfern wollte, war die Geste deutlich. Doch den Thebanern war diese Anmaßung zu viel. Aulis war ihr Hoheitsgebiet, und sie wiesen den König deutlich in seine Schranken – niemand sollte glauben, Sparta herrsche über alle Hellenen. Mitten in den Opfervorbereitungen stürmten thebanische Diener zum Altar und rissen die bereits geweihten Opferstücke herunter. Es war eine gewaltige Blamage für Agesilaos, die er nie vergaß. Zwar konnten die Griechen danach so manchen Sieg in Kleinasien erringen, aber wirklich erfolgreich war der Kriegszug nicht. Das, sagten einige, hätte man bereits am Desaster von Aulis erkennen können.





