Unter den Tonaufnahmen finden sich zeitgeschichtlich so bedeutende Ereignisse wie die Ansprache Kaiser Wilhelms II. vom 6. August 1914, in der er dazu anhielt, das “Vaterland“, falls nötig, mit Waffengewalt vor “Feinden” zu schützen. Interessanterweise wurde die Rede zunächst nicht im Ton festgehalten, sondern erst 1918 nachgesprochen und aufgezeichnet. In Hörbildern, einem Radioformat das Originaldokumente dramatisch aufbereitet, werden beispielsweise die Erstürmung der Stadt Lüttich oder Szenen aus einem Feldlazarett inszeniert. Auf der Homepage des Radiosenders finden sich außerdem zu jedem O-Ton weiterführende Hintergrundinformationen.
Verantwortlich für die Recherchen des Tonmaterials war der langjährige SWR-Dokumentar Andreas Vetter, der hierfür eng mit dem Deutschen Rundfunkarchiv (DRA) zusammenarbeitete. Nötig war dies, weil es im Archiv des erst 1946 gegründeten Südwestrundfunks selbst keine historischen Originaltöne aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gibt. Die anschließende Digitalisierung der Quellen wurde vom ARD Rundfunkarchiv in Frankfurt und Potsdam übernommen.





