15.000 Osnabrücker zogen als Soldaten in den Ersten Weltkrieg. Mehr als 2200 von ihnen starben „im Feld“ und in den Lazaretten. Der Jüngste wurde nur 16 Jahre alt, der Älteste war bereits über 60. Wer waren diese Menschen? Um dies greifbar zu machen, visualisiert die App die biografischen Daten der getöteten Soldaten mithilfe zahlreicher Video- und Audiodateien und komplementiert diese mit Bild- und Textdokumenten. „Ziel ist es, die Menschenverluste auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges aus einem vorwiegend militärischen Kontext zu lösen und stattdessen Verlusterfahrungen und Trauerprozesse in der Heimatgesellschaft sichtbar zu machen“, so Christoph Rass vom Historischen Seminar der Universität Osnabrück. Rass und seine Mitarbeiter haben Lebenslaufdaten zu allen Gefallenen aus der Stadt Osnabrück, dem Kreis Aurich sowie der Grafschaft Bentheim erhoben und analysiert.
Die technische Realisierung des digitalen Rundgangs lag in den Händen des Instituts für angewandte Medienforschung in Bremen, M2C (Media to Culture), in Kooperation mit dem Fachdienst Geodaten der Stadt Osnabrück sowie dem Presse- und Informationsamt der Stadt Osnabrück und der Beratungsstelle werk.statt. Ermöglicht wurde das Projekt durch die finanzielle Förderung der VGH-Stiftung, der Klosterkammer Hannover und der Sparkasse Osnabrück. Das Forschungsprojekt an der Universität Osnabrück wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Programms ProNiedersachsen unterstützt.
Die App kann als Offline-Version für Smartphones und Tablet-PCs kostenlos aus dem Apple App Store und dem Google Play Store heruntergeladen werden.





