Unter den slawischen Ländern fasste das Christentum in Bulgarien zuerst Fuß. Daraufhin entstanden hier schon im 9./10. Jahrhundert wichtige Zentren der christlichen Malerei, die im Mittelalter stilistisch byzantinischen Vorbildern folgte. Auch nach der Eingliederung Bulgariens in das osmanische Reich ab etwa 1393 wurden weiterhin Ikonen für die Christen gemalt, obwohl es nun keine offizielle, repräsentative christliche Kunst mehr gab.
Seit Mitte des 18. Jahrhunderts, der Zeit der sogenannten Wiedergeburt, als die osmanische Fremdherrschaft abgeworfen werden konnte, wandelt sich auch der Stil der Ikonenmalerei: Die Verwendung bunt leuchtender Farben und die Abbildung alltäglicher Elemente spiegeln die weitgehenden Änderungen in der Gesellschaft wider. Erkennbar ist auch, dass sich die Malerei westlichen Einflüssen öffnet. So fanden Elemente des Barocks Eingang in die traditionelle Ikonenmalerei.
Die Sammlung des Museums umfasst Tausende Ikonen, Goldstickereien, Miniaturen, Holz- und Metallarbeiten aus Russland, Griechenland und den Balkanländern. Viele der Motive bilden, da Ostern eines der wichtigsten christlichen Feiertage ist, Auferstehungsszenen ab.





