Mit viel Sympathie stellt Gabriele Hoffmann die sonst oftmals eher für farblos gehaltene Johanna ihren Lesern vor und lobt deren Herzlichkeit und Lebensfreude, die allerdings im Lauf der Jahre auf eine harte Probe gestellt wurde. Die aus einem pietistischen Elternhaus in Pommern stammende, sehr fromme Johanna sei zudem Garantin der psychischen Stabilität ihres oft ungestümen Mannes gewesen.
Die Autorin erzählt lebhaft und anschaulich, jedoch ohne analytischen Anspruch. Grundlage der Schilderungen ist unter anderem der ausgedehnte Ehebriefwechsel der Eheleute, der so manchen tiefen Einblick in die Familienverhältnisse der Bismarcks zulässt.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





